Die Geschichte der Zellulosedämmung
Die Zellulosedämmung mit Einblastechnologie wurde schon in den 70er Jahren größtenteils in Nord–Amerika angewendet, doch das schnelle und setzungssichere Isolierverfahren verbreitete sich schnell in der ganzen Welt. Menschen in Kanada und Skandinavien sind seit jeher gezwungen, die beste Isoliertechnik zu verwenden, um die Temperatur ihrer Wohnungen sowohl in den kalten Wintermonaten als auch im Sommer bei niedrigen Kosten auf einem komfortablen Niveau zu halten. In Europa begann die Erfolgsgeschichte der Technologie vor etwa 25 Jahren zunächst in der BRD, von wo sich das Verfahren rasch in ganz Europa etablierte. Heute ist diese wirksame Isoliertechnik, die sich auch bei extremster Witterung bewährt hat, auch in Ungarn verbreitet.
Grundmaterial der Zellulosedämmung
Die Zellulosefasern (die natürliche Faser des Holzes) werden durch das Recycling von Tageszeitungen gewonnen. Das Altpapier wird zerkleinert und in Flocken umgewandelt, die anschließend zum Schutz vor Feuer, Nagetieren, Schimmel und anderen schädlichen Faktoren mit Zusatzstoffen, wie Boraten und Phosphaten, vermischt werden. So wird das recyclebare Altpapier zum Dämmstoff.
Zellulosedämmung gegen die kalten Wintertage
Beim Einbau muss man beachten, dass das Dämmmaterial fugenfrei eingesetzt wird. Durch die Einblastechnik wird eine setzungssichere und wärmebrückenfreie Wärmeisolierung sichergestellt, so dass der eingeblasene Zellulosedämmstoff jahrzehtenlang unbeweglich bleitbt. Die Zellulosedämmung kann in Decken, zwischen Balken, im Dachgeschoss, sowie in der Außenwand verwendet werden.
Zellulosedämmung gegen heiße Sommertage
Die Wirksamkeit der Isolierung bei Hitze wird durch das Maß der Phasenverschiebung bestimmt. Der Wert gibt an, wieviele Stunden die sommerliche Hitze benötigt, um von Außen in das innere des Gebäudes zu gelangen. Je höher die Wärmekapazität des eingebauteten Dämmstoffes, desto höher der Wert der Phasenverschiebung. Das Ziel der Wärmeisolierung im Sommer ist, dass sich die Zeit der Wärmedurchlässigkeit durch Decken und Wände verlängert. Die höhste Temperatur des Tages soll im Wohnraum erst dann erreicht werden, wenn die Außentemperatur schon so niedrig ist, dass die strahlende Wärme der Oberflächen mit Lüftung kompensiert werden kann. Im Vergleich zur Phasenverschiebung der Zellulosedämmung von 4,6 Stunden hat Glaswolle nur einen Wert von 0,9 Stunden und Mineralwolle nur 0,6 Stunden.
Die Vorteile der Zellulosedämmung
Wirksames Wärmeisolierungssystem
Die Isoliertechnik auf Zellulosebasis verfügt über einen der besten Isolierungswerte.
Aufgrund ihrer fugenfreien Eingeblasbarkeit bildet die Zellstoffdämmung eine wärmebrückenfreie, einheitliche Isolierschicht, die wirksamer isoliert, als Dämmstoffe auf Wollgrundlage. Mit der Zellulosedämmung können die kleinsten Spalten ausgefüllt werden, was eine fugen- und wärmebrückenfreie Isolierschicht gewährleistet. Dank ihrer großen Volumendichte und der groben Fasern kann sie nicht zusammenschrumpfen, behält ihre Form und bleibt über die Zeit wärmebrückenfrei. Sie kann Feuchtigkeit von bis zu 30% aufnehmen, ohne zu schrumpfen, zusammen zu brechen, oder ihre Isolierfähigkeit zu verringern. Es wird keine Dampfsperre benötigt, die Verlegung einer bremsenden Folie auf der warmen Seite der Isolierung ist ausreichend. Die gewohnte Folie für Dampfsperre ist nicht erforderlich.
Auch das Experiement der Universität von Colorado, Denver bestätigt:
Es wurden zwei, den Vorschriften entsprechende, Fertighäuser in der selben Umgebung aufgebaut. Die Fassade und der Bodenraum des ersten Gebäudes wurde mit Einblas-Zellulosedämmung, Fassade und Bodenraum des zweiten Gebäudes mit Mineralwolle, jeweils mit dem selben U-Wert, isoliert. Ein dreiwöchiges, durchgängiges Messen hat ergeben, dass das Haus mit der Zellulosedämmung 24,6% weniger Heizenergie verbraucht hat, als das mit Mineralwolle isolierte Gebäude.
Die Zellulosedämmung ist umweltfreundlich
Die Zellulosedämmung spart nicht nur Heizenergie, sondern ist auch umweltfreundlicher in der Herstellung. Bei der Herstellung wird nur ein Bruchteil der Energie verwendet, wie bei der Herstellung anderer branchenüblicher Dämmstoffe (ein Sechtel der Energie wie bei Polistyrol, ein Drittel wie bei Glaswolle).
Schadstofffrei
Durch das Recycling von gewöhnlichem Zeitungspapier wird dieser wirksame Isolierstoff gewonnen. Das Papier wird zu Flocken gemahlen, die dann mit einem Isolierungsgerät leicht in Hohlräume eingeblasen werden können. Die Flocken sind vollständig natürlich und Gesundheitsunschädlich. Die Zellulosedämmung ist nicht giftig, beinhaltet keine Schadstoffe oder schädliche Zusatzstoffe und fühlt sich weich und warm an.
Zeit und Kostensparend
Mit Hilfe der modernen Einblasmaschienen kann die Zelluloseisolierung überragend schnell, abriss- und abfallfrei verlegt werden. Auch Lagerungsprobleme entstehen nicht bei der Verlegung.
Umfassende Verwendungsmöglichkeiten von Zellulosedämmstoffen:
in neuen Gebäuden, bei Renovierungen, bei Passivhäusern, bei vorgefertigten oder auf der Baustelle gefertigten Wänden von Leichtbaukonstruktionen, in Dachschrägen, in Schließdecken, unter dem Bodenbeton, in innen und außen montierten Wänden, bei Fassadenisolierungen, in Anschluss-Schächten.
Die Vorteile der Masse der Zellulosedämmung
Durch das bessere Verfilzen von langfaserigen Grundstoffen während des Einblasens wird eine Isolierung mit der größten Volumendichte gewonnen. In vertikalen Wänden kann die maximale Dichte von 65 kg/m3 erreicht werden, was in der Palette von Wärmeisolierungen als einzigartig gilt. Diese hohe Masse hat zahlreiche Vorteile: eine außenordentlich hohe Wärmespeicherkapazität und eine Wärmegraddämpfung, die das 6 bis 8-Fache von wollartigen Materialien ist und sich somit 6 bis 8 mal schwieriger durchwärmt.
Zellulosedämmungen bieten eine ausgezeichnete Schalldämmung
Auch auf dem Gebiet der Schalldämmung bedeutet die Dichte und Lückenlosigkeit der Isolierung auch einen Vorteil. Eine Dämmwert von bis zu 55-58 dB ist erreichbar.
Zuverlässger Feuerschutz
Die Zellulosedämmung hat nach EN unter den brennbaren Isolierungen den besten Qualifikationwert von B-s2-d0 erreicht.
Die Einarbeitungsarten der Zellulose
Lose Auffüllung: geeignet zur Bildung einer dünnen Schicht unter Bodengrundungen.
Offenes Einblasen: fugenfreie Isolierung auf der Schließdecke, auf der Zwischendecke, unter dem Bodenbeton oder zwischen Holzbalken.
Einblasen: Eine ausgereifte Technologie für die Anwendung in beidenseitig geschlossenen Räumen. Im geschlossenen Raum bilden die Fasern eine fugenfreie, passgenaue, gleichmässige Isolierschicht. Das Einblasen erfolgt je nach Notwendigkeit über ein Rohr.
Die auf eine Oberfläche geblasene Isolierung: Diese Technologie wird einerseits bei vertikalen, offenen Oberflächen (wie einer Seite einer Trennwand, der inneren offenen Seite einer Montagewand) angewendet, anderseits als Isolierschicht einer Zimmerdecke, eines Gewölbes, sowie als innerseitige Wärmeisolierung (ohne Dampfsperre) der Außenwände von Denkmälern verwendet.






